„Hier bin ich Mensch! Gott lädt mich ein!“
Tageslosung

„Hier bin ich Mensch!
Gott lädt mich ein!“

Das Motto unserer evangelischen Kirchengemeinde Warburg und Herlinghausen orientiert sich an den Leitzielen unserer ev. Kirchengemeinde innerhalb einer katholisch geprägten Region im äußersten Osten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Wir sind eine von 24 Kirchengemeinden mit insgesamt 39 Pfarrbezirken im Kirchenkreis Paderborn, der wiederum zu den ingesamt 31 Kirchenkreisen der Landeskirche von Westfalen gehört.

Lage von warburg in NRW

Die Stadt Warburg ist südlichste Stadt im Kreis Höxter. Das Stadtgebiet umfasst 16 Stadtteile mit ca. 25.000 Einwohnern, von denen knapp mehr als die Hälfte in den mehr oder weniger ländlich geprägten Stadtteilen außerhalb der Kernstadt von Warburg wohnen.

Unsere Kennzeichen und Leitziele

Titelgrafik: Volkskirchlich Diakonisch Ehrenamtlich Offen Regional

Status: Vorläufige Fassung (Text wird überarbeitet / aktualisiert!)

Kennzeichen: Evangelisch

Fundament unseres evangelischen Selbstverständnisses ist die gute Botschaft: Gott nimmt jeden Menschen an, unabhängig von seinen Leistungen und Fähigkeiten; auch Schuld und Versagen trennen uns nicht von seiner Liebe. Dies ist uns einzig im Leben und Wirken von Jesus Christus, in seinem Tod und seiner Auferstehung offenbar geworden. Diese Botschaft ist allein durch die Bibel jedem Menschen unmittelbar zugänglich. Nur im Glauben erfahren wir dies.
Wir wollen in der Stadt Warburg und in der Region als eine evangelisch profilierte Gemeinde erkennbar sein, die Orientierung gibt aus dem Evangelium von der Liebe Gottes, und die zugleich dazu einlädt, sich auf diese Orientierung, auf das Evangelium einzulassen.

Kennzeichen: Volkskirchlich

Christus spricht: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt. 18, 20)

Wir sprechen alle Altersgruppen und Milieus in der für sie angemessenen Weise an. Die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben können die Pfarrer nur gemeinsam mit einem Kreis aktiver ehrenamtlicher Gemeindeglieder, die gleichzeitig als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen dienen, bewältigen.
Wir bieten Räume, spezielle und verbindende Angebote für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen. Unser volkskirchliches Engagement wendet sich auch den Menschen am Rande unserer Gesellschaft zu, so den Bewohnern des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) St. Laurentius und den Jugendlichen in der Erziehungshilfeeinrichtung Petrus Damian.
Durch unsere Aktivitäten und Angebote erhoffen wir uns einen persönlicheren Kontakt zwischen unseren Gemeindegliedern und die Integration der zugewanderten Russlanddeutschen.
In allen Bereichen sind weiterhin ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und zu schulen. Das Gemeindehaus muss in einen funktionalen Zustand versetzt werden. Bis Ende des Jahres soll eine Entscheidung gefällt werden, wie das zu leisten ist. Mögliche Veräußerungen anderer kirchlicher Gebäude hierfür müssen überlegt werden.

Kennzeichen: Diakonisch

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Gal. 6, 2)

Gemeinde und verbandliche Diakonie sollen weiterhin gemeinsam Träger der diakonischen Aufgaben am Ort sein. Durch das breite Angebot der Diakonie wird die Gemeinde entlastet. Die diakonische Arbeit der Gemeinde kann sich so weitgehend auf die Vermittlung an diese Einrichtung und ihre Unterstützung beschränken.
Aus der Zusammenarbeit von Gemeinde und verbandlicher Diakonie erwachsen über die bestehenden Angebote hinaus ein Besuchsdienst für Ältere und ein generationenverbindendes Projekt „Jugendliche begleiten alte Menschen“.
Die Tagesstätte für Kinder „Arche“ und die verbandliche Diakonie entwickeln ein Konzept zum Familienzentrum. Mitarbeiterinnen der Dienststelle der Diakonie bieten ab Herbst 2007 Elternarbeit in der „Arche“ an.
Der Diakonieausschuss der Gemeinde wird gestärkt: Mitarbeitende aus der Tagesstätte für Kinder „Arche“ erweitern ihn. Gleichsam intensiviert werden soll die Arbeit des Regionalen Diakonieausschusses.
Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden Borgentreich, Scherfede-Rimbeck, Warburg-Herlinghausen, der diakonischen Einrichtung Haus Phöbe und der Beratungsstelle der Diakonie werden vom Vorsitzenden zur Mitarbeit eingeladen. Eines der Ziele: es muss ein Finanzplan über die tatsächlich entstehenden Kosten aufgestellt werden.

Kennzeichen: Ehrenamtlich

Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. (1.Petr.4,10)

Hier gibt es drei Ansatzpunkte:
Erstens: ein Ehrenamtlichenfest. Denn wir stellen fest, dass viel ehrenamtliches Engagement isoliert geschieht. Hier sehen wir Handlungsbedarf. Notwendig ist ein Fest für alle Ehrenamtlichen der Gemeinde. Es soll erstmals im Spätsommer 2008 stattfinden.
Zweitens: der Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Die Kirchengemeinde ist nun auch im Internet präsent. Für Interessierte bietet das bis jetzt vorhandene Angebot im Internet überwiegend Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung. Es ist angedacht, das Angebot mit dynamischen Elementen zu bereichern, z.B in Form eines Diskussionsforum. Interesse bei kompetenten Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll geweckt werden.
Drittens: Schulungen. Wir stellen fest, dass es unterschiedliche Bereiche ehrenamtlicher Arbeit mit unterschiedlichen Bedürfnissen nach und Bedarf an Schulungen gibt. Wo spezielle Aufgaben übernommen werden, ist eine Einweisung notwendig. Wo längerfristig mit Gruppen oder in der Seelsorge gearbeitet wird, ist Schulung notwendig. Sie soll nur zu einem geringen Teil von Seiten der Gemeindepfarrer/-in kommen, sondern vor allem die Kompetenzen des Kirchenkreises und anderer Bildungsträger nutzen. Konkrete Planungen sollen in allen drei Bereichen eingeleitet werden.

Kennzeichen: Offen

Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen. (Offenbarung 3, 8b)

Wir wollen Menschen ansprechen und auf unsere Angebote hinweisen. Nur der persönliche Kontakt schafft die Bereitschaft, sich an einer offenen Gemeinde zu beteiligen. Kulturarbeit muss mit den anderen Trägern der Kulturarbeit in der Stadt abgestimmt werden. Offene Kirche ist auch wörtlich zu verstehen, so sollen Möglichkeiten gesucht werden, unsere Kirchen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten den Menschen zugänglich zu machen.
Erhebliche finanzielle Mittel werden für eine Neu- bzw. Umgestaltung des Gemeindehauses notwendig werden. Nach ersten Berechnungen wird schon die Bereitstellung einer funktionierenden Infrastruktur erhebliche Mittel (ca. 150.000 Euro) benötigen. Die Pläne für eine weitere Nutzung sollten mit professioneller Hilfe erstellt werden.

Kennzeichen: Ökumenisch

Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. (Eph. 4, 15)

Wir müssen für die im Leitbild genannten Aktionen und Veranstaltungen in den Medien die Öffentlichkeitsarbeit verbessern. Wir wollen persönliche Kontakte auf der Ebene der Gemeindeglieder nutzen, um Zusammenkünfte auf der Ebene der Gemeindegremien und der Gruppen einzurichten. Wir wollen die Begegnungsmöglichkeiten bei Festen bewusster wahrnehmen.

Kennzeichen: Regional

Die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Kor. 13, 13b)

Die Teilzeitstellen der drei Gemeindesekretärinnen müssen in eine einzige Vollzeitstelle zusammengeführt werden. Die einzelnen Gemeinden sind medial zu vernetzen (EDV). Die Erscheinungstermine der Gemeindebriefe sind anzugleichen. Es muss mindestens eine gemeinsame Seite mit wichtigen Informationen der Region geben; in allen drei Briefen sollte außerdem der Gottesdienstplan der ganzen Region abgedruckt werden. Gemeinsame Feste, Ausflüge und Freizeiten für alle Gemeinden sollten ebenso geschaffen werden wie gruppenspezifische Angebote (regionaler Seniorenadvent, gegenseitige Einladung einzelner Gemeindegruppen). Die Kommunikation zwischen den Pfarrerinnen und Pfarrern ist zu intensivieren, die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter müssen vernetzt werden. Das umfangreiche und differenzierte Kulturprogramm in unserer Kirche mit Konzerten, Lesungen, Schauspiel und Kunstausstellungen soll beibehalten werden.

FAZIT

In allen angeführten Bereichen ist eine Umsetzung der Ziele nur durch erheblichen zusätzlichen Personalaufbau möglich. Wohl wissend, dass dies für uns alle eine ganz besondere Herausforderung bedeutet, erhoffen wir uns, die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen deutlich erhöhen zu können.
Und wir vertrauen darauf, dass die künftigen ehrenamtlichen Mitarbeitenden stärker als bisher bereit sind, auch eigenverantwortlich zu handeln und sich hierfür entsprechend schulen zu lassen. Für die Gemeinde stehen dadurch höhere Kosten an, die durch den Haushalt der Gemeinde nicht gedeckt werden können. Dazu müssen neue erschlossen werden. Die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss in den nächsten sechs Monaten strukturiert werden: Ein Koordinationsteam ist für diese Aufgabe notwendig. Es erstellt eine Liste der zurzeit Tätigen, spricht diese Menschen — in ihrem jeweiligen, jetzigen Betätigungsfeld oder als gesamte Gruppe — an und bespricht mit ihnen den Umfang ihres künftigen Einsatzes. Diese Mitarbeitenden nennen dem Koordinationsteam aus ihrem Umfeld weitere Personen für eine mögliche Mitarbeit. Das Team spricht diese Personengruppe dann persönlich an. Vor diesen Gesprächen wird ein Anforderungsprofil in Absprache mit den Gruppen und Kreisen für die jeweilige ehrenamtliche Tätigkeit erstellt, damit schon im ersten Gespräch die wechselseitigen Erwartungen klar sind. Je nach Ergebnis der Werbung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird die Umsetzung der Zielfelder erneut nach sechs Monaten neu gewichtet.

Bis Ende des Jahres 2007 muss eine Entscheidung über die künftige Gebäudestruktur der Gemeinde gefällt werden.

Es gibt noch viel zu tun ... Packen wir's an!